International
USA

FBI prüft möglichen Hack bei Trumps Wahlkampfteam

FBI prüft möglichen Hack bei Trumps Wahlkampfteam

Das FBI ermittelt im Fall eines möglichen Hackerzugriffs auf interne Kommunikation des Wahlkampfteams des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump.
13.08.2024, 03:4513.08.2024, 03:45

Das bestätigte die US-Bundespolizei übereinstimmenden Medienberichten zufolge in einer Mitteilung. Laut «New York Times» nannte das FBI den Republikaner nicht namentlich, sondern bezog sich auf Medienberichte über einen «Cyberangriff im Wahlkampf». Bei der «Washington Post» hiess es unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen, die Behörde untersuche auch eine mögliche Hackerattacke auf das Wahlkampfteam der demokratischen Gegenseite.

FILE - Republican vice presidential candidate Sen. JD Vance, R-Ohio, left, and Republican presidential candidate former President Donald Trump, shake hands at a campaign rally in Atlanta, Aug. 3, 2024 ...
Wurde das Duo von Trump/Vance von iranischen Hackern angegriffen?Bild: keystone

Das Nachrichtenportal «Politico» hatte am Wochenende zuerst über den Fall berichtet. Demnach hatte Trumps Sprecher Steven Cheung von einem Hack gesprochen, nachdem das Online-Portal mehrere E-Mails von einem Absender namens «Robert» erhalten hatte, die interne Kommunikation des Wahlkampfteams enthielten. Die «Washington Post» gab an, auf ähnliche Weise kontaktiert worden zu sein. Den US-Medien soll ein 271 Seiten langes internes Dossier über Trumps Vizepräsidentschaftskandidaten J.D. Vance zugespielt worden sein. Solche Dossiers dienen im US-Wahlkampf unter anderem dem Zweck, besser auf politische Angriffe der Gegenseite vorbereitet zu sein.

Laut «Politico» machte das Trump-Team «den USA feindlich gesinnte ausländische Akteure» für den Cyberangriff verantwortlich und zitierte in diesem Kontext eine Gefährdungsanalyse des Microsoft Threat Analysis Center, in der es unter anderem um angebliche Einmischung des Irans in den US-Wahlkampf geht. In dem Bericht heisst es, eine mit den iranischen Revolutionsgarden – der Elitestreitmacht der Islamischen Republik – in Verbindung stehende Gruppe sei ins Konto eines ehemals hochrangigen Mitglieds eines Wahlkampfteams eingedrungen und habe darüber sogenannte Spear-Phishing-E-Mails verschickt. Microsoft identifizierte in dem Bericht aber keine konkreten Personen oder Parteien.

Das Trump-Team erbrachte gegenüber «Politico» ebenfalls keine direkten Beweise für einen Hack durch iranische Akteure. In der «Washington Post» hiess es unter Berufung auf mit der Situation vertraute Informanten, dass das FBI zwar iranische Akteure hinter den Cyberangriffen vermute – es sei jedoch weniger klar, ob dieselben Gruppen auch die E-Mails an die US-Journalisten gesendet hätten. Der Sender CNN berichtete mit Verweis auf eine eingeweihte Quelle, die Bundespolizei habe das Team von US-Präsident Joe Biden – der im Wahlkampf inzwischen Platz für Kamala Harris gemacht hat – im Juni über das Risiko möglicher iranischer Cyberangriffe unterrichtet. In seiner offiziellen Mitteilung zu den Ermittlungen erwähnte das FBI den Iran jedoch nicht. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2
Trump: Truppenstärke in Deutschland wird «um weit mehr» als 5000 Soldaten reduziert
US-Präsident Donald Trump hat den Abzug von US-Soldaten aus Deutschland bekräftigt. Er soll noch deutlicher ausfallen, als ursprünglich angekündigt.
«Wir werden (die Truppenstärke) stark reduzieren, und zwar um weit mehr als 5000», sagte er auf dem Flughafen in Palm Beach im US-Bundesstaat Florida auf eine entsprechende Reporterfrage. Am Freitag hatte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth den Abzug von 5000 US-Soldaten aus Deutschland angeordnet. Er solle in den nächsten sechs bis zwölf Monaten abgeschlossen sein.
Zur Story